
Mit der neuen Klimastation und dem installierten Lysimeter setzt der Markt Tännesberg einen wichtigen Baustein für eine nachhaltige Wasserversorgung. Grünen-Stadtrat Falk Ponsold war bei der Inbetriebnahme dabei. Den Worten Bürgermeister Ludwig Gürtlers zufolge geht es darum, die Grundwasserneubildung besser zu verstehen. Das Lysimeter dient dabei als Instrument zur Erfassung von Sickerwasser und soll zugleich regional vernetzte Entscheidungshilfe für das Wassermanagement sein.
Angesichts der Klimaveränderung und des spürbaren Rückgangs der Quellschüttungen gewinnt das Wissen über die Wirkung von Niederschlägen auf die Wasserversorgung zunehmend an Bedeutung. Die Wetterdaten der Klimastation werden den Bürgerinnen und Bürgern künftig online zur Verfügung gestellt.
Die Biodiversitäts-Gemeinde Tännesberg ist seit Ende der 1990er-Jahre Vorreiter eines intelligenten Wassermanagements und betreibt den gemeindeeigenen Brunnen als zweites Standbein der Wasserversorgung. Für eine nachhaltige Sicherung der Wasserversorgung braucht es auch künftig einen konsequenten Schutz der Quellschutzgebiete sowie den Aufbau dezentraler Wasserspeicher.
Ein gutes Beispiel für die Region, wie angesichts der Klimaveränderung die Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidungen über die lebensnotwendige Wasserversorgung eingebunden werden.
