Da wurde der Bock zum Gärtner gemacht

Symbolbild: KI-generiert

Der Leserbrief im „Neuen Tag“ mit dem Titel „Reiche stellt Energiepolitik der Vergangenheit vom Kopf wieder auf die Füße“ vom 4. Mai 2026 suggeriert, dass Wirtschaftsministerin Katherina Reiche unterstellte Fehler ihres Vorgängers Robert Habeck korrigieren würde. Richtig ist, dass Gaskraftwerke schnell einsatzbereit und sehr dynamisch regelbar sind. Leider stammt der daraus produzierte Strom bisher meist aus fossilen Quellen und ist sehr teuer. Die Vorgänger-Regierungen der Ampel haben den Ausbau der regenerativen Energien und vor allem die Entwicklung und den Aufbau der erforderlichen Speichertechnologien sträflich vernachlässigt. Deshalb hatte bereits Robert Habeck als damaliger Wirtschaftsminister als Übergangstechnologie ca. 12 GW (12.000.000 kW) Gaskraftwerksleistung mit forciertem Umstieg auf Wasserstoff geplant.

Die ehemalige Lobbyistin Katherina Reiche https://de.wikipedia.org/wiki/Katherina_Reiche wollte ursprünglich 20 GW Gaskraftwerksleistung mit staatlicher Förderung zubauen, was ihr die EU auf ca. 12 GW beschnitten hat – und der Ausbau der Wasserstofftechnologie dümpelt vor sich hin. Der „Eiertanz“ von unserer aktuellen Wirtschaftsministerin kostete in etwa ein Jahr Verzögerung und Verunsicherung aller Akteure. Mir ist ein visionärer und auf Fakten basiert handelnder Kinderbuch-Autor deutlich lieber als „Politiker*innen mit privatwirtschaftlichem Background“, welche den Fortschritt in Saltos rückwärts sehen.

Dipl. Ing. FH Karl Bärnklau, Weiden (bis 04/2026 Sprecher der Grünen-Stadtratsfraktion)

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